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Mit der Überlassung der Mietsache an den Mieter geht der Vermieter ein Risiko ein; er weiß nicht, ob der Mieter den vereinbarten Mietzins fristgerecht zahlen wird und ob er beim Auszug erhebliche Schäden zurücklassen wird. Deshalb verlangen (fast) alle Vermieter bei Abschluss eines Kontraktes einen Sicherheitsdeposit, meist in Höhe von zwei Monatsmieten in bar oder als Schuldverschreibung. Selbst wenn keine Kaution gefordert wurde, ist der Vermieter durch das gesetzliche Pfandrecht geschützt, auch wenn dessen Schutzwirkung geringer ist als die Sicherheit einer Kaution.

Ein Pfandrecht steht dem Vermieter Kraft Gesetzes grundsätzlich an allen in die vermieteten Räume eingebrachten Gegenstände des Mieters zu, wohlgemerkt aber nur an dessen rechtmäßigen, gesetzlichen Eigentum. Eingebrachte Sachen sind Dinge, die sich für die Dauer des Mietvertrages bzw. für einen längeren Zeitraum in den angemieteten Räumlichkeiten befinden. Achtung! Es gibt unpfändbare Sachen, die für das tägliche Leben zumindest in unserer Rechtsprechung subjektiv unverzichtbar sind (§§559 BGB). Damit haftet der Mieter für alle berechtigten Forderungen gegen ihn, die der Vermieter stellt.

Deshalb darf der Vermieter die Wegschaffungdieser Sachen versuchen zu verhindern, da er diese im Rahmen einer korrekt durchgeführten Versteigerung zur Deckung seiner Forderungen verwenden kann. Die rechtswidrige Wegnahme dieser Sachen, an denen der Vermieter sein Pfandrecht geltend macht, kann den Tatbestand der Pfandkehr (§289 StGB) erfüllen. Die Strafverfolgung des Mieters erfolgt jedoch nur auf Antrag des Vermieters innerhalb einer dreimonatigen Frist.

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