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Blake und Mouton gehen davon aus, dass jedes Führungsverhalten durch zwei Dimensionen gekennzeichnet werden kann. Die eine Dimension ist die Sachorientierung die andere die Menschenorientierung:

Die Sachorientierung lässt sich an der Ausrichtung auf quantitative und qualitative Sachziele erkennen. Es geht beispielsweise um Gewinn- und Umsatzzahlen, Kapazitätsauslastung oder eine bestimmte Produktqualität.

Die Ausrichtung auf den Menschen äußert sich im Bemühen der Führungskräfte um die Zuneigung ihrer Mitarbeiter. Sie zeigt sich im Erzielen von Ergebnissen auf der Grundlage von Vertrauen, Respekt, Gehorsam, Mitgefühl oder Verständnis und Unterstützung. Dazu gehört aber auch das Interesse an Fragen der Arbeitsbedingungen, der Gehaltsstruktur über Sozialleistungen und der Arbeitsplatzsicherheit.

Die Sach- und die Menschenorientierung werden in dem Verhaltensgitter auf die Skalen aufgetragen: Eine 1 ist die sehr niedrige Orientierung, 5 bedeutet eine mittlere Orientierung und 9 ist die Höchstorientierung. Insgesamt lassen sich 81 verschiedene Führungsstile unterscheiden.

Blake und Mouton gehen jedoch nur auf 5 Stile näher ein, die sie als die 5 Grundorientierungen bezeichnen:

 Der 9.1-Führungsstil (Befehl-Gehorsam-Management): 

repräsentiert ein Höchstmaß an Sachorientierung, gepaart mit einem niedrigen Maß an Menschenorientierung. Sie setzt ihre Macht und Autorität ein und gewinnt Kontrolle über ihre Mitarbeiter, indem sie Gehorsam verlangt.

 Der 1.9-Führungsstil (Glacehandschuhstil): 

hier geht es um die Paarung einer niedrigen Sachorientierung mit einer hohen Menschenorientierung. Die Hauptaufmerksamkeit des Führungsverhaltens richtet sich auf die Förderung positiver Gefühle unter Kollegen und Mitarbeitern. Der Führende bemüht sich, Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen. Wenn trotzdem Konflikte auftreten, versucht er, die Gegner zu beruhigen und zu versöhnen.

 Der 1.1-Führungsstil (Überlebens-Management): 

hat eine sehr geringe Sachorientierung und eine sehr geringe Menschenorientierung. Der Manager, der diesen Stil vertritt, tut gerade nur soviel, wie unbedingt erforderlich ist, um sich in der Organisation halten zu können. Er nimmt die Entscheidungen anderer gleichgültig hin, vermeidet es, Partei zu ergreifen und legt seine Meinungen, Ideen und Einstellungen nicht offen dar. In Konfliktfällen versucht er neutral zu bleiben. Er ist unbeteiligt und regt sich deshalb selten auf. Er tut nur das Allernötigste (Laissez-Faire-Führung).

 Der 5.5-Führungsstil (Organisations-Management): 

hier handelt es sich um eine Kompromißlösung. In den Orientierungen liegt er in der Mitte. Der Führende vertritt die Einstellung "leben und leben lassen". Er bemüht sich um durchführbare Entscheidungen, wenn diese auch nicht immer perfekt sind. Ideen, Einstellungen und Meinungen anderer kommt er möglichst auf halbem Wege entgegen. Er versucht, in Konfliktfällen eine faire Lösung für alle Seiten zu finden. In Spannungssituationen fühlt er sich unsicher. Er weiß nicht genau, wie er die Erwartungen anderer erfüllen soll und versucht immer gleichmäßig gut und schnell zu arbeiten.

 Der 9.9-Führungsstil (Team Management): 

verbindet hohe Sachorientierung mit hoher Menschenorientierung. Das Führungsverhalten ist sehr zielorientiert und versucht, qualitativ und quantitativ hochwertige Ergebnisse durch Mitwirkung, Mitverantwortung, durch gemeinschaftlichen Einsatz für das Unternehmensziel und durch gemeinschaftliche Konfliktlösung zu erreichen. Der Führende hört zu und sucht nach alternativen Ideen, Meinungen und Einstellungen. Er hat feste Überzeugungen, reagiert aber auf vernünftige Ideen anderer und ändert seine Meinung.

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