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Leverage- Effekt ist die englische Bedeutung von Hebeleffekt.Darunter wird die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalverzinsung verstanden.Wenn ein Anleger Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann als die Investition an Rendite erzielt, tritt eine Hebelwirkung ein.

Der Leverage-Effekt lässt sich am besten an einem Beispiel erklären:

Ein Unternehmer verfügt über ein Eigenkapital von 1000,- €. Im Unternehmen kann beliebig viel Kapital investiert werden. Das Kapital verzinst sich mit 10 Prozent/ Jahr. Fremdkapital kann zu 6 Prozent aufgenommen werden. Bei vollständiger Eigenfinanzierung verzinst sich das Eigenkapital mit 10 Prozent. Nimmt das Unternehmen 1000,- € Fremdkapital auf, erwirtschaftet es mit dem Gesamtkapital von 2000,- € einen Bruttogewinn in Höhe von 200,- €. Nach Abzug von 60,- € Fremdkapitalzinsen verbleibt ein Nettogewinn von 140,- €.

Der Leverage- Effekt zeigt, wie sich die sukzessive Aufnahme von Fremdkapital, wie sich also die Erhöhung des Verschuldungsgrades auf die Eigenkapitalrentabilität auswirkt.

Die Eigenkapitalrentabilität lässt sich folgendermaßen ermitteln:

Der Kapitalertrag einer zusätzlich investieren Geldeinheit an Fremdkapital ist kleiner als die zugehörigen Kapitalkosten. Der Grenzgewinn ist negativ. Mit zunehmender Verschuldung geht die Eigenkapitalrentabilität zurück. Hier wirkt der Hebeleffekt negativ. In diesem Fall auf eine Fremdkapitalaufnahme vollständig verzichtet werden.

Bei einem positiven Leverage- Effekt wird die maximale Eigenkapitalrentabilität – theoretisch- bei einem unendlich hohen Verschuldungsgrad erreicht. Einer solchen Verschuldungsstrategie sind in der Finanzierungspraxis Grenzen gesetzt.

Es ist unrealistisch, für jeden beliebigen Investitionsbetrag mit einer konstanten Gesamtkapitalrentabilität zu rechnen. Sind die rentabelsten Investitionsprojekte realisiert, wird die Rentabilität von Projekt zu Projekt geringer ausfallen.

Mit zunehmendem Verschuldungsgrad steigt andererseits das Kreditausfallrisiko für die Fremdkapitalgeber. Hierfür wollen die Fremdkapitalgeber entschädigt werden. Deshalb werden die Fremdkapitalkosten mit zunehmendem Verschuldungsgrad steigen. Allgemein lässt sich deshalb nur sagen:

Liegt die Gesamtkapitalrentabilität anfangs über den Fremdkapitalkosten dann lohnt sich die Aufnahme von Fremdkapital solange, wie die Kapitalerträge noch höher sind als die Kapitalkosten.

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