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Kleinunternehmer (§ 19 UStG) ist, wer im vorangegangenen Kalenderjahr einen Umsatz (incl. MwSt.) von nicht über 17.500 € hatte und im laufenden Kalenderjahr einen Umsatz nicht über 50.000 € hat.

Beginnt ein Unternehmer seinen Betrieb während des Jahres, muss der voraussichtliche Umsatz auf einen Jahresgesamtumsatz hochgerechnet werden. Da in diesem Fall kein Vorjahresumsatz vorhanden ist, gilt als Umsatzschwelle 17.500 € für das Jahr des Geschäftsbeginns. Bei Beginn der Tätigkeit mitten im Jahr gelten die genannten Grenzen anteilig.

Die Kleinunternehmerregelung bewirkt, dass ein Unternehmer (egal ob freiberuflich, gewerblich oder nebenberuflich) von der grundsätzlichen Verpflichtung, seine Umsätze mit Umsatzsteuer zu belasten, befreit wird. In der Praxis bedeutet das, dass der Unternehmer in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen darf (auch der Hinweis, 16% (19 %) oder 7% MwSt oder USt enthalten, ist nicht erlaubt). Im Gegenzug kann der Kleinunternehmer auch keine Vorsteuern, Erwerbsteuern oder Einfuhrumsatzsteuern vom Finanzamt wieder bekommen. MwSt, die ihm selbst berechnet wurde (z. B. von einem Verkäufer auf die gelieferte Ware) kann nicht als Vorsteuer vom Finanzamt erstattet werden.

Im Ergebnis werden damit Kleinunternehmer wie Privatpersonen behandelt. Für Kleinunternehmer gilt eine vereinfachte Aufzeichnungspflicht. Es sind nur die Einnahmen für die ausgeführten Lieferungen und sonstigen Leistungen sowie für den Eigenverbrauch aufzuzeichnen, § 65 UStG.

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