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Kirchensteuer ist eine kirchliche Steuer, die von einem Teil der Kirchen von ihren Mitgliedern zur Finanzierung der kirchlichen Aufgaben mithilfe der Finanzämter in Deutschland eingezogen wird. Sie stellen einen wichtigen Teil der Kirchenfinanzierung in Deutschland dar.

In Deutschland gelten einige anerkannte Glaubensgemeinden als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Deshalb dürfen sie Steuern erheben. Unter den Steuern ist die Kirchensteuer eine Ausnahme, da sie von den Ländern und nicht durch das Grundgesetz festgesetzt wird. In Bayern und Baden-Württemberg werden laut der zur Zeit geltenden Kirchensteuergesetze 8%, in den restlichen Bundesländern 9% der Lohn- und Einkommenssteuer eingezogen. Rechtlich möglich ist auch die Erhebung der Kirchensteuer als Zuschlag zur Vermögensteuer sowie zum Solidaritätszuschlag; die Kirchen in Deutschland haben auf diese beiden Möglichkeiten bisher jedoch verzichtet. Bei hohen Gehältern verzichtet die Kirche auf die gesetzlich vorgesehnen Höhe. Durch diese „Kappung“ verringert sich der zu entrichtende Betrag auf 3- 4% (je nach Bundesland) des zu versteuernden Einkommens.

Steuerpflichtig sind nur Kirchenmitglieder. Die Steuerpflicht für die Kirchensteuer beginnt grundsätzlich mit der Taufe. Die Steuerpflicht erlischt nur durch eine Kirchenaustrittserklärung, die je nach Bundesland vor dem Amtsgericht bzw. Standesamt abgelegt werden muss.

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