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Kapitalertragssteuer

Mithilfe der Kapitalertragsteuer werden Einkünfte aus Kapitalvermögen besteuert. Die Kapitalertragsteuer entsteht zu dem Zeitpunkt, in dem Kapitalerträge dem Gläubiger zufließen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Schuldner der Kapitalerträge oder die Kapitalerträge auszuzahlende Stelle den Steuerabzug für Rechnung des Gläubigers vorzunehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann vom Kapitalsteuerabzug Abstand genommen werden (z. B. durch Erteilung eines Freistellungsauftrages). Sofern die Steuerschuld des Gläubigers der Kapitalerträge letztlich niedriger ist als die einbehaltene Kapitalertragsteuer, wird diese im Rahmen der Veranlagung ganz oder teilweise erstattet.

Die Kapitalertragsteuer beträgt:

- 20 % u. a. bei Gewinnanteilen (Dividenden) aus Aktien, Anteile an einer GmbH und an Genossenschaften.

- 30 % (Zinsabschlag) – im Tafelgeschäft 35 % - u. a. bei Bundesanleihen und anderer Gebietskörperschaften (z. B. Bundesschatzbriefe), Industrieobligationen, Pfandbriefen, Bankschuldverschreibungen, sowie, wenn der Schuldner ein inländisches Kreditinstitut ist, Termineinlagen, Festgelder und Sparkonten.

Die Kapitalertragsteuer ist wie die Lohnsteuer eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. Sie beruht auf den §§ 43-45 des Einkommensteuergesetzes.

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