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Als Ertragssteuer ist die Körperschaftssteuer quasi die Einkommenssteuer der Körperschaften. Als Körperschaften des privaten Rechts unterliegen die eingetragenen Vereine der Körperschaftsteuerpflicht. Erfüllt ein (inländischer) Verein die Anforderungen des Gemeinnützigkeitsrechts, ist er allerdings mit Ausnahme seiner wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe Steuer befreit. Die folgenden Ausführungen beziehen sich deshalb auf Einkünfte aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben.

Zur Ermittlung der Einkünfte muss eine entsprechende Aufzeichnung der Geschäftsvorgänge stattfinden und jährlich eine Körperschaftssteuererklärung abgegeben werden, soweit der Verein nicht in vollem Umfang von der Körperschaftssteuer befreit ist. Bei der Ermittlung der steuerpflichtigen Einkünfte werden alle wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe des Vereins zusammengefasst. Verluste in einem Betrieb werden also durch Gewinne in den anderen ausgeglichen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eines Verlustvor- oder -rücktrags. Zu beachten ist allerdings, dass dauerhafte Verluste in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben die Gemeinnützigkeit gefährden. Der regelmäßige Steuersatz beträgt seit dem 1.01.01 25% des zu versteuernden Einkommens. Körperschaftssteuer fällt nur an, wenn der Verein die Besteuerungsfreigrenze von 30.000,- € überschreitet. Daneben existiert ein Freibetrag von 3.750,- €, d.h. Gewinne aus den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben sind bis zu diesem Betrag steuerfrei. Ist Körperschaftssteuer zu entrichten, sind auf die voraussichtliche Steuerschuld vierteljährliche Vorauszahlungen zu leisten.

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