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Franchising

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Franchising ist ein aus den USA stammendes Absatzsystem, das seit Ende der 60er Jahre auch in Deutschland Fuss fasst und zunehmend an Bedeutung gewinnt. Beim Franchise-System „vermietet“ ein Franchise-Geber an den Franchise-Nehmer seine Geschäftsidee bzw. den Vertrieb seiner Produkte inklusive Name, Marke, Know-How, Warenzeichen, und Marketing . Mc Donalds ist z.B. ein Franchise-Unternehmen.

Das Leistungsprogramm des Franchise-Gebers besteht aus einem Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, dem Nutzungsrecht an Schutzrechten, der Ausbildung des Franchise-Nehmers und der Verpflichtung des Franchise-Gebers, den Franchise-Nehmer laufend und aktiv zu unterstützen und das Konzept ständig weiterzuentwickeln.

Der Franchise-Nehmer ist im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig; er hat das Recht und die Pflicht, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Als Leistungsbeitrag liefert er Arbeit, Kapital und Information.

Für außenstehende Dritte erscheint der Betrieb des Franchise-Nehmers wie eine Filiale des Franchise-Gebers.

Vorteile für Franchise-Geber:

1. Schnellere Expansion als mit Filialbetrieben (kein eigenes Kapital erforderlich)

2. Steigerung des Bekanntheitsgrades des Namen und Marke

3. Präsenz an weniger rentablen Standorten eher möglich (Personal-und Kapitalkosten entfallen, höhere Leistungsmotivation bei selbstständigen Unternehmen)

4. Bessere Rationalisierungsmöglichkeiten (ein Leistungspaket für alle Betriebe)

5. Weiterentwicklung des Konzeptes durch Franchisegebühren ab einer bestimmten Größe

Vorteile für Franchise-Nehmer:

1. Risikoloser Markteintritt durch Anschluss an ein bekanntes System mit erfolgserprobter Idee

2.Unterstützung durch das Know-How des Franchisegebers (z.B. Marktforschung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Schulung, Technik, Rechtshilfe)

3. Günstige Konditionen (Einkauf, Versicherungen) durch Aushandeln der Konditionen durch den Franchisegeber

4. Wettbewerbsvorteil auf regionalen Märkten durch Gebietsschutz

5. Geringere kaufmännische Qualifikationen gefordert durch Konzentration von betrieblichen Funktionen in der Zentrale (Marketing, Rechnungswesen)

6. Leichterer Übergang zur Selbstständigkeit (z.B. Betriebshandbuch)

7. Finanzierungshilfen durch den Franchisegeber

8. Günstige Einschätzung der Bonität durch Banken und niedriges Insolvenzrisiko

Es gibt aber auch Nachteile:

Nachteile für den Franchise-Geber:

1. Franchisebetriebe sind schwerer kontrollierbar als Filialbetriebe

2. Gefahr der Starrheit und geringen Flexibilität des Systems durch eingeschränkte Eingriffmöglichkeiten

3. Schwachstellen einzelner Betriebe wirken sich negativ auf das Image des gesamten Systems aus.

4. Konflikte mit den Franchisenehmern auf Grund ausgeprägter Selbstständigkeit der Franchise-Nehmer einerseits und ihrer notwendigen Systemgebundenheit andererseits

Nachteile für Franchise-Nehmer:

1. Akzeptanz von Kontrollen

2. Einschränkung der unternehmerischen Selbstständigkeit durch die Weisungsgebundenheit an den Franchisegeber

3. Möglicher negativer Imagetransfer

4. ggf. entstehende Kosten (Investionen), um Anforderungen des Franchise-Gebers zu erfüllen

5. ggf. Bezugsbindungen an Franchise-Geber

6. Nachvertragliche Wettbewerbsverbote bei der Vertragsauflösung (für bestimmten Zeitraum kein Unternehmen mit gleichen o. ä. Zweck betreiben)

vergleiche: Weis, Markting und HOFA SUEW Marekting Skript Behtge 2011

Verfasser: J.J.

editiert: FSH 11 as

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