FANDOM


Das Festwertverfahren (auch Festwertinventar genannt) dient der Vereinfachung der Erfassung und Bewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögen sowie von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Abweichend vom Grundsatz der Einzelbewertung ist eine Festwertbildung unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

    •	regelmäßiger Ersatz der Vermögensgegenstände; 
    •	nachrangige Bedeutung des Gesamtwertes 
    •	geringe Veränderungen in der Zusammensetzung; 
    •	regelmäßige Durchführung von Bestandsaufnahmen. 

Ständige Veränderungen im Wert und in der Zusammensetzung des Bestandes schließen den Festwert aus. Beim Festwertverfahren wird unterstellt, dass jährlich im gleichen Umfang Ersatzbeschaffungen vorgenommen werden, in dem sich der vorhandene Bestand um die Alterswertminderungen (Abschreibungen) verringert.

Der Festwert errechnet sich aus der Summe der durchschnittlichen Zugänge über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (gemäß Abschreibungstabelle), wovon ein Durchschnittswert von 40-50% angesetzt wird.

Melanie Chelius