FANDOM


An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen hat die Arbeit zu ruhen. Für Arbeitnehmer ist Sonn- und Feiertagsarbeit nach dem Arbeitszeitgesetz daher grundsätzlich verboten, aber es gibt zahlreiche Ausnahmen (zum Beispiel für das Versorgungsgewerbe, im Freizeitbereich, in der Eisen- und in der Papierindustrie sowie grundsätzlich wegen besonderer technischer Probleme). Im Einzelfall kann Sonn- und Feiertagsarbeit in begrenztem Umfang bei besonderen Verhältnissen oder zur Sicherung der Beschäftigung bei unzumutbarer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit mit dem Ausland behördlich genehmigt werden; auch bei erlaubter Sonntagsarbeit müssen für den einzelnen Arbeitnehmer mindestens 15 Sonntage im Jahr arbeitsfrei bleiben.


Noch enger sind die Ausnahmeregelungen vom Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit für bestimmte Personengruppen z.B. für werdende und stillende Mütter, ausgenommen Beschäftigungen z.B. im Familienhaushalt, im Verkehrswesen, in Gast- und Schankwirtschaften und in Krankenpflegeanstalten; für Jugendliche, ausgenommen Beschäftigungen z.B. in Krankenanstalten, in der Landwirtschaft, bei Musikaufführungen, beim Sport und im Gaststättengewerbe.


Gesetzliche Feiertage sind: Neujahr, Erscheinungsfest (6.Januar), Karfreitag, -Ostermontag, 1.Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Allerheiligen (1. November), Erster Weihnachtsfeiertag, Zweiter Weihnachtsfeiertag. Kirchliche Feiertage sind: Gründonnerstag, Reformationsfest, (allgemeiner Buß- und Bettag). § 8 des FTG besagt, dass an Karfreitag und am Totengedenktag öffentliche Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieben, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen, verboten sind.

Melanie Chelius