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Abschreibungstabellen:

Die Abschreibungstabellen werden vom Bundesfinanzministerium ausgegeben. Sie geben für einzelne Anlagegegenstände betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vor, die allerdings nur zur Berechnung der steuerlichen Abschreibung bindend sind. In der neuen Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (kurz: "AfA-Tabelle AV") ist die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (§ 7 Abs. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz) für Anlagegüter ausgewiesen, die nicht branchenspezifisch genutzt werden. Daneben gibt es noch rund 100 Branchentabellen, die sich zur Zeit in der Überarbeitung befinden und möglichst im Laufe des Jahres 2001 fertiggestellt werden sollen. Zur Überarbeitung gehört auch die Abgrenzung einiger Branchentabellen zur Tabelle "AV". Die Anhörung hat dazu Anregungen gegeben. Die neue "AfA-Tabelle AV" gilt für alle Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2000 angeschafft oder hergestellt werden. AfA(Abschreibung für Abnutzung ): Abschreibung ist der Oberbegriff aller möglichen Wertabsetzungen. Diese umfassen die Absetzung für Abnutzung (AfA), die Absetzung für Substanzverringerung (AfS), Absetzung wegen außergewöhnlicher technischer Abnutzung, Absetzung wegen außergewöhnlicher wirtschaftlicher Abnutzung sowie Teilwert- und Sonderabschreibungen. Die Abschreibung erfolgt buchtechnisch, das heißt, sie hat Aufwandscharakter ohne zum Zeitpunkt des Aufwandes mit einem Geldabfluss verbunden zu sein. Der Wert eines Wirtschaftsgutes wird also auf die Dauer seiner voraussichtlichen Nutzung aufwandsmäßig verteilt. Die jeweilige Nutzungsdauer ist dabei in der Praxis aufgrund ausführlicher Abschreibungstabellen des Bundesfinanzministeriums vorgegeben. Diese Tabellen enthalten Angaben für mehr als 12.000 einzelne Wirtschaftsgüter. Die jeweilige Jahresabschreibung muss aufgrund der steuerrechtlichen Vorschriften zwingend vorgenommen werden. Es steht also nicht im Belieben eines Unternehmers oder Selbständigen, eine Abschreibung wahlweise anzusetzen und im nächsten Jahr darauf zu verzichten. Absetzungen für Abnutzung (AfA) kommen nur für abnutzbare Anlagegüter in Betracht. Sie sind zulässig für Gebäude und sonstige Wirtschaftsgüter, deren Verwendung oder Nutzung zur Erzielung von Einkünften sich erfahrungsgemäß auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt. Für Wirtschaftsgüter, die im Normalfall keiner Abnutzung unterliegen, zum Beispiel Grund und Boden, Beteiligungen sowie Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens, kann im Einzelfall eine Abschreibung auf den sogenannten "niedrigeren Teilwert" in Betracht kommen. Wird ein Wirtschaftsgut nicht angeschafft sondern selbst hergestellt, so bildet die Summe der Herstellungskosten die AfA-Bemessungsgrundlage.


CB, FSH 11

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