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Abschreibung:

Mit der Abschreibung erfasst man im betrieblichen Rechnungswesen planmäßige oder außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögensgegenständen. Die Abschreibung korrespondiert dabei mit dem Wertverlust von Unternehmensvermögen (Anlagevermögen und Umlaufvermögen) innerhalb eines Zeitraums. Dabei kann der Wertverlust durch allgemeine Gründe wie Alterung und Verschleiß oder durch spezielle Gründe wie einen Unfallschaden oder Preisverfall veranlasst sein. Die Abschreibung wird meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und –unter Beachtung handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Besonderheiten – als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt. Das Gegenteil der Abschreibung ist die Zuschreibung, die als Wertaufholung in Frage kommt, wenn in Vorjahren zu hohe Abschreibungen vorgenommen wurden.

Der steuerrechtlich zu ermittelnde und als Betriebsausgabe abzugsfähige Wertverlust wird Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt und unterliegt anderen Regelungen als die betriebswirtschaftlichen Abschreibungen. Siehe dazu die Rechtslage in verschiedenen Ländern. Fälschlicherweise wird die „AfA“(=Absetzung durch Abnutzung ) oft für den Abschreibungsbegriff generell verwendet. Die „AfA“ stellt jedoch nur eine Ursache für Wertminderungen bei betrieblichen Vermögensgegenständen dar. Ursachen der Abschreibung können z.B. auch sein : der technische Fortschritt, der Ablauf der Mietzeit für ein Grundstück, auf dem eine Anlage steht, der Ablauf von Patenten usw.. In der Bilanz dienen die Abschreibungen dazu, das Vermögen detailliert auszuweisen: Der Wert des Gegenstandes wird auf der Aktivseite reduziert. (direkte Abschreibung ). In die Gewinn- und Verlustrechnung gehen die Abschreibungen als Aufwendungen ein. Sie dienen der richtigen Verteilung von Ausgaben auf die Perioden, in denen der Wert des angeschafften Gutes verzehrt wurde. Der Ausweis der Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung setzt sich zusammen aus Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens.

Die Auswirkungen ergeben sich aus folgender Übersicht:

Betriebs- gewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren

Höchstsätze

1-10

30,00 %

11

27,27 %

12

25,00 %

13

23,08 %


14

21,43 %

15

20,00 %


20

15,00 %

25

12,00 %

Die niedrigeren AfA-Sätze bei degressiver Abschreibung sind erstmals anzuwenden auf Wirtschaftsgüter die nach dem 31.12.20005 angeschafft oder hergestellt werden.

Die Möglichkeit des Überganges von der degressiven zur linearen AfA besteht weiterhin.


CB, FSH 11

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